Wann Vitamine und Mineralstoffe einnehmen?

[Autor: Daniela Keller, www.danielakeller.at, 11-2011]

 

Bei der Unterstützung der Gesundheit mit Nahrungsergänzungen (Vitmaine, Mineralstoffe, Fette) ist ein wichtiges Kriterium die Bioverfügbarkeit. Eigenschaften wie fettlöslich oder wasserlöslich, Resorbierverhalten, die Anwesenheit bestimmter Mineralien  machen die effektivste Wirkung aus. Die medizinische Fachrichtung - die diesen Weg geht, nennt sich Orthomolekulare Therapie, vereinfacht übersetzt: Das Richtige, zum richtigen Zeitpunkt, an den richtigen Ort.

 

  • Fettlösliche Vitamine benötigen Fette, um verstoffwechselt zu werden. Daher sollten sie immer während fetthaltiger Mahlzeiten eingenommen werden. Zu den fettlöslichen Vitaminen gehören die Vitamine A, D, E und K

  • Coenzym Q10
    fettlöslich, zu den Mahlzeiten

  • EPA/DHA, Omega3, Omega6 Fettsäuren
    fettlöslich, zu den Mahlzeiten
  • Probiotika sollten direkt zu den Mahlzeiten eingenommen werden. Dadurch gelangt der größtmögliche Anteil an Bakterien unbeschadet durch den sauren Magensaft in den Darm.

    Ein besonders empfehlenswertes Probiotikum ist BIO-KULT. Es beinhaltet 12 verschiedene Bakterienstämme in kleine vegetarische Hülsen verpackt. Eine regelmäßige Einnahme dieser Darmbakterien sorgt für eine stabile Darmflora und trägt somit zur Heilung des Immun-Systems bei.

  • Verdauungsenzyme sollten ebenso während den Mahlzeiten zu sich genommen werden, dann entfalten sie ihre Wirkung am besten.
  • Wasserlösliche Vitamine: B Vitamine and Vitamin C fallen in diese Kategorie. Diese Vitamine brauchen kein Fett um optimal absorbiert zu werden. B Vitamine brauchen eine saure Umgebung um aufgenommen zu werden. Sie sollten auf leeren Magen 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach dem Essen eingenommen werden. Wenn Sie Arzneimittel zur Neutralisierung der Magensäure, H2 Blocker oder andere Medikamente nehmen, die die Magensäure verringern, dann können Sie B und C Vitamine nur bedingt aufnehmen.

     
  • Alpha Liponsäure (ALA)  auf leeren Magen 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach dem Essen

  • Ballaststoffe [meist gluten-haltig!] können die Aufnahme von Vitaminen verhindern, da sie die Darmwand manchmal auskleiden. Daher sollten Vitamine nie vor Ballaststoffen eingenommen werden. Besonders die Eisen-Aufnahme wird durch Ballaststoff beeinträchtigt.
       
  • Vitamin C verbleibt nur einige Stunden im Blutkreislauf. Deshalb sollten Sie die Einnahme von Vitamin C alle 3 Stunden wiederholen. So können Sie die besten Ergebnisse erzielen. Ist Ihnen das zu kompliziert, dann teilen Sie Ihre Tagesdosis in 3 Einheiten und nehmen Sie diese jeweils zu den Mahlzeiten ein.

    Manche Vitamine, darunter auch das Vitamin C, haben eine stimulierende Wirkung. Deshalb sollten Sie nicht vor dem zu Bett gehen eingenommen werden, da sie möglicherweise eine wach machende Wirkung entfalten können. Hierauf reagiert aber jeder Mensch individuell.

  • Anmerkung zu Zink: Eine zu hohe Einnahme von Zink kann Magenkrämpfe oder Übelkeit hervorrufen. Manche Menschen tolerieren nur die angegebene Mindest-Dosis. Achten Sie auf die Mengenangabe pro Kapsel. Wenn Sie keine Nebenwirkungen haben, können Sie auch höher dosieren. Mehr als 100mg pro Tag sollten nicht eingenommen werden.


Eine Dosierbox erleichtert die Einnahme, da sie für jede Tageszeit unterschiedliche Fächer bereitstellt. Das Einsortieren nimmt nur wenige Minuten in Anspruch und man kann so sicherstellen, dass man die entsprechende Dosis zur richtigen Zeit zu sich nimmt. Bewahrt man diese Box dann noch in der Nähe des Essplatzes auf, erinnert man sich leicht daran, die Vitamine während der Mahlzeit einzunehmen. Selbst wenn man einmal die Einnahme zur »festgesetzten« Zeit vergessen sollte, wird die zusätzliche Versorgung mit Nährstoffen die Gesundheit verbessern – unabhängig davon, wann sie eingenommen werden.

 

-----------------

Quellen:

Linus Pauling Institute:


www.naturalnews.coml


Daniela Keller ist seit 20 Jahren als Health Care Practioner mit Fokus auf bioenergetische Körperarbeit, Ernährung, Entgiftung und Stressreduktion in Wien tätig. In der Einzelarbeit hat Daniela sich auf diffuse und komplexe Krankheitsbilder spezialisiert (z.B. Allergien, Autoimmun Krankheiten, chronische Erschöpfung, Trauma-Auflösung und psychische Begleitung). Für alle Interessierten gibt sie Workshops zu "Grundlagen der Selbstheilung", und  "Kurse in phyischer und psychischer Selbsterfahrung" für Energetiker. Zu Ernährungsthemen finden Vorträger und "Ernährungs-Sprechstunden" statt. Bei Interesse: www.danielakeller.at, Email, Tel: +43-699-1144 7937