Warum Hormontherapie KEINE Lösung für Depression sein könnte

Autor: Daniela Keller (Tools-of-Life.at), 19.10.2013

 

Depression ist eine häufige Begleiterscheinung bei Schilddrüsensymptomen. Trotzdem setzen viele Menschen große Hoffnung in eine Hormontherapie, von der sie sich erhoffen, dass sie auch ihre Depression lindert.

 

Doch hormonelle Störungen haben eine komplexe Wirkung auf das Gehirn und eine Hormontherapie kann nicht alle funktionellen Probleme des Gehirns, wie Depression beseitigen.

 

Viele Menschen leiden schon viele Jahre an Schilddrüsenstörungen bevor diese diagnostiziert und therapiert werden. Das kann zu funktionellen Störungen des Gehirns führen. Genügend Schilddrüsenhormone sind die Grundlage für ein gut funktionierendes Gehirn. Sie ermöglichen, dass die Neurotransmitter ausreichend Informationen vom Gehirn in den Körper weiterleiten. Sie verhindern auch das Entzündungen entstehen, die zu Autoimmun-Reaktionen im Gehirn führen können. Manche Schulmediziner übersehen diesen Zusammenhang und dann laufen Patienten Gefahr, dass funktionelle Störungen des Gehirns entstehen.

 

Neurotransmitter sind verantwortlich dafür, wer wir sind und wie wir uns selbst und die Welt um uns herum wahrnehmen. Sie beeinflussen unsere Stimmung, Gedächtnis, Lernfähigkeiten, Selbstwertgefühl, Angst-Level, Motivation, uvm. Darum könnte es sein, dass Patienten mit Schilddrüsenthemen oft sorgenvoll, grantig und pessimistisch sind. Das zeigt aber nicht wer sie sind, sondern dass etwas in ihrem Gehirn nicht funktioniert.

 

Wenn die Neurotransmitter anfangen schwächer zu werden, dann verlieren die Gehirnzellen langsam die Fähigkeit miteinander zu kommunizieren. Neuronen beginnen abzusterben und eine Degeneration dieser Neuronenpfade beginnt. Inaktive Neuronen werden vom Immunsystem entsorgt. Das kann zu einer Vielzahl von Symptomen führen, eine der häufigsten ist Depression.

 

Wenn eine Hormontherapie keine Linderung bei depressiven Stimmungen bringt, dann braucht das Gehirn spezifische Unterstützung, z.B durch Neurotransmitter. Leider gibt es meines Wissens nach, keine schulmedizinischen Testverfahren dafür. Kinesiologische Testungen, die ich in meiner Arbeit mit Neurotransmitter Testsätzen durchführe, können da sehr hilfreich sein.

 

Typische Symptome bei Neurotransmitter Störungen:

  

  • Verlust von visuellem und photographischen Gedächtnis
  • Verlust von sprachlichem Gedächtnis
  • Erinnerungsstörungen
  • Mangel an Kreativität
  • Verständnisstörungen
  • Schwierigkeiten beim Rechnen
  • Schwierigkeiten Objekte und Gesichter zu erkennen
  • Langsamkeit bei Antworten
  • Orientierungsschwierigkeiten
  • Verlust von Freude und Hobbies
  • Innere Wut und Ärger
  • Depression
  • Depression bei Bewölkung oder Mangel an Sonnenlicht
  • Mangel an Enthusiasmus bei Lieblingsbeschäftigungen
  • Mangel an Appetit bei Lieblingsspeisen
  • Freunde und Freundschaften nicht genießen
  • Schlafstörungen
  • Ängstlichkeit, Angst, Panik ohne Grund
  • Getriebenheit
  • Innere Spannung und Erregbarkeit
  • Sich ohne Grund überwältigt fühlen
  • Unruhiger Geist
  • Schwierigkeiten sich zu entspannen
  • Aufmerksamkeitsstörungen
  • Sorgen machen ohne Grund
  • Sich nicht motivieren können
  • Unfähigkeit Dinge zu Ende zu bringen
  • Wertlosigkeit
  • Hoffnungslosigkeit
  • Grundlos gereizt sein
  • Mit Stress nicht umgehen zu können
  • Wut und Ärger bei Stress
  • Wunsch nach Isolation
  • Gleichgültigkeit für Freunde und Familie

 

 

Die Ursachen dieser Störungen wirklich zu regulieren, ist ein ganz anderer Weg als Antidepressiva zu nehmen. Antidepressiva unterdrücken und vernebeln diese Störungen. Sie können meist nur kurzfristig Symptome lindern, aber heilen nicht.

 

Wenn Entzündungen Depression erzeugen

Ein anderer Mechanismus, der häufig übersehen wird, ist das Depressionen durch chronische Entzündungen erzeugt werdenn können. Bis vor kurzem konzentrierte sich die Therapie von Depression vor allem auf Antidepressiva und Schilddrüsenhormone.  

 

Ein neues Modell ist die "entzündungsbasierende Depression". In diesem Modell wird angenommen, dass eine chronische Entzündung die Kommunikation zwischen Neuronen verlangsamt. Das häufigste Symptom dabei ist "brain fog" -Nebel im Gehirn. Wenn ein mensch nun Depression und brain fog hat, dann ist es sinnvoll dieses Modell in Betracht zu ziehen, ganz besonders wenn auch eine Autoimmunkrankheit wie Hashimoto, leaky gut - löchriger Darm, oder eine Gluten-Sensitivität, oder eine andere chronisch entzündliche Störung vorhanden sind.

 

Das Gehirn, Autoimmunität, Glutensensivität und Hashimoto

Da sich in meiner Arbeit zunehmend Klienten einfinden, die Autoimmunstörungen haben, suche ich dann sofort nach weiteren Autoimmunstörungen. Es ist selten, dass ein Mensch z.B. Hashimoto hat und sonst keine anderen Autoimmunreaktionen, sondern auch Gelenke, der Darm oder die Haut betroffen sind. Leider ist es sehr häufig, dass Hashimoto mit Autoimmunproblemen des Gehirns auftritt, speziell im Kleinhirn (cerebellum). Dieses liegt an der Rückseite des Schädels und wirkt auf den Gleichgewichtssinn, steuert den Muskeltonus von Nacken und Rücken und steuert den Raumsinn. Diese Autoimmunstörung des Kleinhirns (Cerebelläre Ataxie) zeigt sich typisch durch Schwindel, Probleme beim Gleichgewichtssinn, chronischen Nacken und Rückenschmerzen, Übelkeit und Schmerzen, wenn der Kopf schnell bewegt wird.

 

Cerebelläre Ataxie zeigt sich bei Hashimoto sehr häufig, denn sie wird durch Glutensensitivität ausgelöst, etwas was bei Hashimoto fast die Regel ist. Dr Datis Karrazhian beschreibt dies ausführlich in "Why Isn't My Brain Working?". Er sagt, dass Gluten Proteine strukturell denen der Kleinhirn Proteine ähnlich sind. Das Immunsystem attakiert das Gluten Protein und auch das Cerebellum Protein, was Kreuzreaktion (cross reaction) genannt wird.  Glutensensitivität kann Kleinhirnsymptome hervorrufen.

 

Vielen Ärzten und Therapeuten ist dieser Ansatz noch recht unbekannt. In meiner Arbeit habe ich jedoch immer wieder kinesiologisch ausgetestet, dass Glutensensivität verschiedenste Autoimmunreaktionen hervorrufen kann. Vor allem eine Nahrungsumstellung, die individuell erarbeitet und begleitet wird, kann da erstaunliche Veränderungen bewirken. Es gibt noch viele andere Möglichkeiten, um diese krankhaften Prozesse Richtung Gesundheit zu regulieren.

 

Gerne können Sie sich, wenn Sie sich angesprochen fühlen, für einen Informationstermin an mich wenden. Mein Ansatz besteht darin, Sie so zu unterstützen, dass Sie sich selbstständig aus diesen komplexen und oftmals sehr verwirrenden Problemen befreien und heilen können. Aufklärung ist der erste Schritt, der zweite ist Sie zu unterstützen, dort wo ihr Körper, Geist und Psyche auch wirkich Unterstützung braucht.

 

Es ist durchaus möglich sich aus den qualvollen Kreisläufen von Depression, Schwäche und Verwirrtheit zu befreien und wieder zu gesunden!

 

Daniela Keller (Tools of Life) ist mit Fokus auf bioenergetische Körperarbeit, Ernährung, Entgiftung und Stressreduktion, seit 25 Jahren in eigener Praxis in Wien tätig. In der Einzelarbeit, Spezialisierung auf diffuse und komplexe Krankheitsbilder, wie Allergien, Autoimmun-Krankheiten, chronische Erschöpfung und trauma-sensitive, psychische Begleitung. Sie gibt Kurse und Workshops zu Grundlagen der Selbstheilung. Zu Ernährungsthemen finden Vorträge und eine  Ernährungs-Sprechstunden statt.

 

Kontaktformular oder Tel +43 699 1144 7937

 

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